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Rechtsfragen
 

 
 

7.4.  E-Commerce-Recht

Die schöne neue Welt des E-Commerce hat sich leider als komplizierter erwiesen, als es die ersten kühnen Visionen andeuteten:

Zum einen fehlt in diesem anonymen Medium die soziale Kontrolle, die der Auge-in-Auge-Kontakt mit dem Verkäufer im Laden mit sich bringt. Die Folge: Es tummeln sich in diesem Bereich auf beiden Seiten offenbar weit mehr halbseidene Figuren als im konventionellen Handel.

Zum zweiten kann der beste E-Shop nicht das Gefühl ersetzen, das man bekommt, wenn man einen Pullover in die Hand nimmt, eine Uhr ums Handgelenk legt oder ein Fahrrad mal zur Probe fährt. Die Folge: Viele Enttäuschungen, wenn das Bestellte zu Hause eintrifft. Und viel mehr Umtauschwünsche.

Zum dritten sind viele mit dem Medium Internet noch zu wenig vertraut. Die Folge: Fehlbestellungen, Missverständnisse, Vertragsabschlüsse, die gar nicht sein sollten.

Das Fernabsatzgesetz, das inzwischen als §§ 312 b - f in das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) integriert wurde, versucht, dieser drei Problemkreise mit einer Reihe von Bestimmungen Herr zu werden, die vor allem dem Verbraucherschutz dienen. Wer im E-Commerce tätig ist, tut gut daran, sich mindestens an diese Vorschriften zu halten. Auch darüber hinauszugehen ist nicht verkehrt. Denn Kunden, die einmal verärgert sind, kommen nicht wieder. Da hilft es wenig, wenn man weiß, dass es eigentlich ihre eigene Schuld war.

 

 

[ Letzte Änderung: 1. Juli 2004]
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