Rechtsfragen
 

 
 

7.6.  Ärger im Netz

Wer Internetspezis beim Bier zuhört, mag an der schönen neuen Welt verzweifeln: Darf man denn im Netz gar nichts mehr? Links sind verboten, simple Begriffe wie "Explorer" oder "Webspace" sind verboten, den eigenen Namen darf man nicht mehr als Domainnamen verwenden, und wenn man es doch tut, kommt ein Absahnanwalt und kassiert.

Das ist im einzelnen alles richtig und stimmt insgesamt doch nicht. Tatsache ist: Die Rechtsprechung in Sachen Internet steht noch immer am Anfang. Die Urteile verschiedener Gerichte in vergleichbaren Streitfragen widersprechen sich oft fundamental, und nicht alle Richter haben den Geist des Netzes verstanden. Zudem sind höchstrichterliche Urteile noch Mangelware.

Da braucht es – auch wenn die Urteile oft haarsträubend und für den einzelnen schmerzlich und teuer sind – ein wenig Geduld. Und keiner sollte in Paranoia verfallen: Die Absahnanwälte z.B. gab es schon, Jahrzehnte bevor das Internet erfunden wurde.

Dieses Kapitel kann die juristische Diskussion nicht ersetzen. Es soll nur einige Grundsätze erläutern und vor einigen Fehlern warnen.

 

 

[ Letzte Änderung: 1. Juli 2004]
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