RechtsfragenÄrger im Netz
 

 
 

7.6.2.  Domaingrabbing

Die Standardfrage in der Newsgroup de.soc.recht.datennetze lautet: Ich habe mir die Domain www.weltkonzern.de registrieren lassen, und jetzt kommt der Weltkonzern und will sie mir einfach abnehmen. Große Empörung. Und weiter hinten steht dann: "Ich hab' denen ja schon angedeutet, dass ich ihnen die Domain eventuell verkaufen will, aber..."

Über die Problematik des Domainnamenrechts ist vorn das Wichtigste schon gesagt. Hier soll nur noch einmal der Hinweis gegeben werden, dass, wer solche Sätze schreibt, mit Solidarität kaum rechnen kann. Und schon gar nicht mit Verständnis vor Gericht. Deutsche Richter halten Domaingrabbing nämlich nicht nur für unmoralisch, sondern sogar für rechtswidrig: Im September 2000 wurde erstmals ein Domaingrabber strafrechtlich verurteilt. Das Landgericht München brummte einem Mann, der sich 120 Domains – meist mit Namen großer Unternehmen – hatte reservieren lassen, wegen Verstoßes gegen das Markengesetz (und wegen Betrugs, weil er mit falschen Kreditkartendaten eingekauft hatte) 22 Monaten Gefängnis auf Bewährung auf

Wer es dennoch versucht, weiß, worauf er sich einlässt.

 

 

[ Letzte Änderung: 1. Juli 2004]
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