Versicherungen
 

 
 

9.1.  Sozialversicherung für Anfänger

So mancher, der neu in die selbstständige Tätigkeit einsteigt, merkt erst jetzt, wie einfach und unbürokratisch er bisher versichert war: Als Arbeitnehmer war er automatisch in der gesetzlichen

  • Krankenversicherung,
  • Pflegeversicherung,
  • Rentenversicherung,
  • Arbeitslosenversicherung und
  • Berufsunfallversicherung

abgesichert, ohne dafür irgendetwas tun zu müssen. Für Selbstständige ändert sich da dreierlei:

Zum Ersten müssen sich Selbstständige um all diese Versicherungen, die auch für sie sinnvoll sind, selbst kümmern. Mehr noch: Wenn sie Angestellte haben, müssen sie sie auch noch für diese abwickeln.

Zum Zweiten müssen sie die Versicherungsbeiträge, die für Angestellte zur Hälfte der Arbeitgeber gezahlt hat, nun in voller Höhe selbst bezahlen.

Und zum Dritten müssen sie sich viel mehr als vorher den Kopf zerbrechen. Denn bei all diesen Versicherungen (mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung) haben sie jetzt die Wahl, ob sie sich der gesetzlichen Versicherung anschließen oder zu einer privaten Gesellschaft gehen.

Diese Entscheidung ist gar nicht so leicht, wie man angesichts der derzeitigen Stimmung gegen die gesetzlichen Vorsorgesysteme annehmen könnte: Bei genauerem Hinsehen haben die gesetzlichen Versicherungen erstaunlich viele Vorteile – zumindest für Leute, die eine Familie haben, älter werden oder nicht mehr ganz so gesund sind.

Übrigens besteht für Selbstständige in der Regel kein Zwang, auch nur eine dieser Versicherungen abzuschließen. Wer will, darf die Risiken auch allein tragen und ohne Renten-, Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung wild und gefährlich leben.

 

 

[ Letzte Änderung: 1. Juli 2004]
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